Elektro-Scooter Kaufberatung: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in KĂŒrze
  • E-Scooter Ă€hneln den klassischen Tretrollern, werden aber mit einem Elektromotor betrieben.
  • Leichte, faltbare Elektroscooter bieten sich vor allem fĂŒr Kurzstrecken wie Arbeitswege an.
  • Wer in der Freizeit fahren möchte, sollte auf robustere Modelle setzen – optional mit einem Sattel.
  • Bestimmte Elektroscooter dĂŒrfen ohne FĂŒhrerschein am Straßenverkehr teilnehmen.
Die besten Elektroscooter im Vergleich

Elektro-Scooter im Einsatz

Gehen ist gesund, aber nicht immer haben wir die Zeit oder Energie, zu Fuß von A nach B zu kommen. Praktischerweise gibt es andere Lösungen und die Möglichkeiten der Fortbewegung werden stetig diverser. Lange Zeit fungierte das normale Fahrrad als primĂ€re Alternative oder ErgĂ€nzung zu Bus, Bahn, Auto und den eigenen FĂŒĂŸen. Inzwischen hat auch das pedalbetriebene Zweirad ein elektrisches Update erfahren und das Surren von E-Bikes ist immer hĂ€ufiger auf der Straße zu vernehmen.

Ob sich E-Scooter irgendwann durchsetzen und den ElektrorĂ€dern den Rang abfahren, bleibt abzuwarten. Spannend ist das E-Duell allemal – erst recht nach der Gesetzesreform von 2019, die Elektro-Scootern eine Straßenzulassung zuspricht. Schon jetzt ist der Aufwind sichtbar: Immer mehr Menschen nutzen die neue Form der E-MobilitĂ€t, insbesondere fĂŒr Kurzstrecken.

Was ist ein Elektro-Scooter?

Wir nĂ€hern uns einer Definition, wenn wir ein Synonym verwenden, das weniger gebrĂ€uchlich, aber umso prĂ€gnanter ist: elektrischer Tretroller. Hier haben wir direkt Bilder im Kopf, die zeigen, wie wir fröhlich durch unsere Kindheit gerollert sind. Genau diese Modelle sind gemeint – allerdings mit motorischem Antrieb, der normalerweise eine Geschwindigkeit von bis zu 20 Kilometern pro Stunde zulĂ€sst.

Klar definiert

E-Scooter sind motorisierte Tretroller, die nicht mit einem Verbrennungsmotor, sondern elektrisch betrieben werden, um Privatpersonen zu befördern.

Der typische E-Scooter verfĂŒgt nicht ĂŒber einen Sitz. Stattdessen stehen Fahrer mit beiden FĂŒĂŸen auf der lĂ€nglichen Ebene; der Antrieb erfolgt ĂŒber einen Elektromotor. Statt manuell zu treten, drĂŒcken Sie zum Beispiel einen Hebel, um das GefĂ€hrt zu bewegen.

Allerdings gibt es auch Modelle mit integriertem Sattel. Hier deckt sich die Begrifflichkeit, denn solche AusfĂŒhrungen werden in der Regel als „Elektro-Scooter mit Sitz” angeboten. Im Unterschied zum klassischen E-Scooter sind diese Fahrzeuge oft ĂŒppiger ausgestattet, beispielsweise mit grĂ¶ĂŸeren RĂ€dern und RĂŒckspiegeln. Das macht sie schwerer und weniger handlich.

Welche E-Scooter-Modelle gibt es?

Es lassen sich drei verschiedene Modelle von Elektro-Scootern unterscheiden, die sich nach Altersklasse und Verwendungszweck richten:

  • Business
  • Freizeit
  • Kind

Die Unterschiede liegen vor allem im Aufbau und in der Leistung. Daraus resultieren typische Einsatzgebiete fĂŒr die jeweiligen Modelle. Bevor Sie einen E-Scooter kaufen, sollten Sie genau wissen, in welchen Situationen Sie ihn einsetzen werden.

Ideal fĂŒr Kurzstrecken: Business-Elektro-Scooter

Nur die wenigsten Menschen genießen das GlĂŒck eines kurzen Arbeitsweges. FĂŒr Pendler ist der Arbeitsweg oft aufgeteilt. Hier bieten sich kompakte EScooter an, die Ihnen den Fußweg vor und nach den Stationen sowie Haltestellen erleichtern.

Mit einem Business-Elektro-Scooter ist der Arbeitsweg wesentlich komfortabler als mit einem Fahrrad. Zwar bietet auch der Fahrradmarkt klappbare Modelle, doch die meisten sind starr und damit sehr sperrig. Also gilt: Je mehr Menschen sich im öffentlichen Verkehrsmittel befinden, desto schwieriger wird es, ein Fahrrad darin zu transportieren. Zumal Sie oft ein Extra-Ticket kaufen mĂŒssen, wenn Sie Ihr Rad in der Bahn mitnehmen möchten. In dem Bereich punkten faltbare E-Scooter mit einem niedrigen Gewicht. Aufgrund ihrer Kompaktheit besitzen die Modelle im Normalfall keinen Sitz, sodass Sie diese in öffentlichen Transportmitteln bequem mitnehmen können, sofern es die regionalen Verkehrsbetriebe erlauben.

Sie mĂŒssen aber wissen, dass die AkkukapazitĂ€t solcher Fahrzeuge nicht fĂŒr Langstrecken ausgelegt ist. Wenn Ihr GefĂ€hrt bei einer vollen Akkuladung beispielsweise 20 Kilometer zurĂŒcklegen kann, sollten Sie den Energiestand bei regelmĂ€ĂŸiger Nutzung im Blick behalten. Besonders praktisch sind Scooter, die Sie auch auf traditionelle Weise mit dem Fuß bewegen können.

Vorteile

  • Perfekt fĂŒr Kurzstrecken
  • Leicht zu transportieren
  • Oft auch mit dem Fuß bewegbar

Nachteile

  • Niedrige Reichweite
  • Meist nur im Stehen nutzbar
Perfekt fĂŒr Touren: Freizeit-Elektro-Scooter

Picknick im GrĂŒnen, frische Luft im Wald, ein Ausflug aufs Land oder Entspannen im Park – viele gute GrĂŒnde fĂŒhren nach draußen. Doch nicht immer wollen wir die notwendigen Wege als Spaziergang, im Auto auf ĂŒberfĂŒllten Straßen oder in stickigen Bahnen hinter uns bringen. Hier bieten sich E-Scooter mit einer möglichst hohen Reichweite an.

Die maximale Reichweite aktueller Elektro-Scooter liegt bei etwa 60 Kilometern â€“ verglichen mit den niedrigsten Werten immerhin das Dreifache. Solche Modelle bieten weitaus mehr Spielraum, wenn Sie das GefĂ€hrt vorwiegend in der Freizeit nutzen. Der typische Business-Fahrer kennt die Strecke und weiß genau, wie viel Energie er pro Tag maximal benötigt. Da die Freizeit-Scooter meist nicht klappbar und vergleichsweise schwer sind, eignen sie sich nur bedingt fĂŒr den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Verstauen im BĂŒro. In unserer Freizeit neigen wir zu PlanĂ€nderungen. Wenn Sie beispielsweise mit Freunden am See sitzen und sich spontan entscheiden, in einem fĂŒnf Kilometer entfernten Lokal zu Abend zu essen, ist es praktisch, flexibel zu sein.

Person fÀhrt mit Elektro-Scooter durch Herbstlaub

Robustere Modelle sind im Vergleich zu den wendigen Business-Scootern hĂ€ufig mit einem Sattel ausgestattet und daher auch fĂŒr Menschen geeignet, die nicht lange stehen können. Zum Beispiel wĂ€re es denkbar, dass Elektro-Scooter mit Sitz von Ă€lteren Generationen als Alternative zu Elektro-Mobilen gefahren werden, um EinkĂ€ufe zu erledigen oder anderen Alltagsverpflichtungen nachzukommen.

Vorteile

  • Auch fĂŒr lĂ€ngere Strecken geeignet
  • Hohe FlexibilitĂ€t
  • Sehr komfortabel

Nachteile

  • In der Regel nicht klappbar
  • Vergleichsweise schwer und unhandlich
Großer Spaß fĂŒr kleine Fahrer: Elektrische Tretroller fĂŒr Kinder

FĂŒr die Nutzung von E-Scootern mit Straßenzulassung gibt es eine Altersgrenze, die aktuell bei 14 Jahren liegt. In Begleitung eines Erwachsenen dĂŒrfen Kinder unter 14 Jahren mit Elektro-Scootern fahren. Damit eignen sie sich zwar kaum fĂŒr den tĂ€glichen Schulweg, aber ein Familienausflug am Wochenende ist jederzeit möglich.

E-Scooter fĂŒr Kinder haben meist ein kindgerechtes, farbenfrohes Design. Wichtiger sind jedoch Aspekte wie die Bauart und Leistung. Weil die motorischen FĂ€higkeiten bei Kindern noch nicht ausgereift sind, bieten sich Modelle mit einer niedrigen Höchstgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern an. Elementar ist auch ein höhenverstellbarer Lenker, um den Roller an die sich stetig verĂ€ndernde GrĂ¶ĂŸe des Kindes anzupassen.

Der Scooter selbst sollte möglichst leichtgewichtig sein, da nicht jedes Kind die körperlichen Voraussetzungen mitbringt, um schwerere E-Fahrzeuge schieben oder gar tragen zu können. Außerdem muss das GefĂ€hrt einwandfrei handhabbar sein, um jederzeit die grĂ¶ĂŸtmögliche Sicherheit zu gewĂ€hrleisten.

Vorteile

  • Spaßiges Fortbewegungsmittel
  • Lerneffekt in puncto Technik und Verkehr
  • Fördert das Gleichgewicht

Nachteile

  • Bestimmte Altersregelungen
  • AbhĂ€ngig von körperlichen Gegebenheiten

Die Ausstattung von Elektro-Scootern

Der Markt bietet etliche Elektro-Scooter an, die auf den ersten Blick sehr Ă€hnlich sind. Zwar stechen renommierte Marken wie XiaomiSegway und Miweba grundsĂ€tzlich hervor, auf der Suche nach dem passenden Modell stoßen Verbraucher aber auf eine Vielzahl von Anbietern. Wenn Sie einen E-Scooter kaufen möchten, empfiehlt sich ein genauer Blick auf einzelne Komponenten, denn Sicherheit und Komfort sollten die tragenden SĂ€ulen der Kaufentscheidung sein.

Es gibt viel zu beachten: Die Wahl der Reifen richtet sich nach dem hauptsĂ€chlich befahrenen Untergrund, im Straßenverkehr ist eine umfĂ€ngliche Lichtanlage bedeutsam und auch eine gut greifende Bremse ist wichtig, um Ihre Sicherheit zu gewĂ€hrleisten. Die Geschwindigkeit und die Akkuleistung des Fahrzeugs sollten Sie von dem Einsatzzweck abhĂ€ngig machen. FĂŒr die optimale Nutzung empfehlen sich eine bequeme TrittflĂ€che sowie diverse Extras, die nicht Standardausstattung gehören. Im Folgenden informieren wir Sie ĂŒber alle wichtigen „E-lemente”.

Die Grundausstattung

Ob mit oder ohne Sattel: Die Mindestanforderungen an den Aufbau von Elektro-Scootern sollten sich neben dem obligatorischen Elektromotor, Controller (zur Regulierung der Drehzahl) und der als Energiequelle fungierenden Batterie aus den folgenden Komponenten zusammensetzen:

  • TrittflĂ€che
  • RĂ€der
  • Lenkstange
  • Beschleunigungshebel
  • Griffe
  • Display
  • Bremsen
  • Vorder- und RĂŒcklicht
  • Bremslicht
  • Klingel
  • StĂ€nder
Aufbau und Bestandteile E-Scooter
Die Grafik zeigt den Aufbau und die Bestandteile eines Elektro-Scooters.

Darauf stehen wir: Hochwertige TrittflÀchen

Vor allem bei E-Scootern ohne Sattel ist die TrittflĂ€che von zentraler Bedeutung und beeinflusst die Sicherheit beim Fahren maßgeblich. Ein fester Stand ist sehr wichtig â€“ und zwar mit beiden FĂŒĂŸen. DafĂŒr sollte die TrittflĂ€che so groß sein, dass Sie sich rundum sicher fĂŒhlen. Wenn Sie sich beim Fahren Sorgen machen, vom Scooter zu rutschen, weil Ihre FĂŒĂŸe nicht komplett auf der FlĂ€che stehen, steuern Sie das GerĂ€t unkonzentrierter.

Neben der GrĂ¶ĂŸe ist auch die Beschaffenheit der OberflĂ€che zu beachten. Im besten Fall hat sie eine Struktur, denn glatte FlĂ€chen können durch NĂ€sse – zum Beispiel bei plötzlich einsetzendem Regen – rutschig werden. Eine rutschfeste TrittflĂ€che ist empfehlenswert.

Sichere Fahrt mit guten Bremsen

Im Straßenverkehr können stets Situationen auftreten, in denen Sie den Scooter abrupt und sicher stoppen mĂŒssen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass er ĂŒber Vorder– und Hinterbremsen verfĂŒgt, die Sie per Hand unabhĂ€ngig voneinander bedienen können.

Der ADAC empfiehlt hydraulische Bremsen, da sie leicht zu bedienen sind und eine hohe Bremskraft haben. Hydraulikbremsen bieten eine optimierte Dosierung, da sie im Vergleich zu mechanischen Bremsen weniger auf Reibung setzen. Eine Bremse, die Sie an der RĂŒckseite des Rollers mit dem Fuß betĂ€tigen mĂŒssen, ist nicht empfehlenswert, da diese Sie bei einer Vollbremsung aus dem Gleichgewicht bringen könnte.

Zwei Reifentypen zur Wahl

Die Wahl der Reifen entscheidet sich nach dem Einsatzgebiet beziehungsweise der Fahrtstrecke des Rollers. Prinzipiell gilt: Je unebener der Untergrund ist, desto grĂ¶ĂŸer sollten die Reifen sein. Das bezieht sich aber nicht nur auf Offroad-AktivitĂ€ten, sondern kann auch auf einen Arbeitsweg in der Stadt zutreffen, wenn er ĂŒberwiegend aus Kopfsteinpflaster besteht.

Beim Material sind sich die meisten Anbieter einig: Gummi. Trotzdem stehen zwei Varianten zur VerfĂŒgung. Der gĂ€ngige Reifentyp ist mit Luft gefĂŒllt. Solche Modelle sind wartungsintensiver, da der Luftstand regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden sollte, um einen optimalen Reifendruck zu gewĂ€hrleisten. Das Auf- und Abpumpen erfolgt per Hand. Die andere Variante besteht aus Vollgummi und soll resistenter gegen Glasscherben, spitze Steine und dergleichen sein. Allerdings haben Vollgummireifen ein höheres Gewicht. Wer einen leichten Elektro-Scooter bevorzugt, ist mit luftgefĂŒllten Gummireifen, die allgemein fĂŒr ein geschmeidigeres FahrgefĂŒhl sorgen, besser beraten.

Verantwortungsvolles Fahren

Als E-Scooter-Fahrer sind Sie ein Verkehrsteilnehmer, der auch fĂŒr die Sicherheit anderer Menschen verantwortlich ist. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich auf dem GefĂ€hrt wohl- und sicherfĂŒhlen. Beachten Sie stets die Straßenverkehrsordnung und berĂŒcksichtigen Sie andere Verkehrsteilnehmer.

Erhellend: Das sollte die Lichtanlage können

Manchmal wird es schneller dunkel, als man denkt. SpĂ€testens beim Einsatz der DĂ€mmerung ist eine funktionstĂŒchtige Lichtanlage wichtig, um bestmögliche Sichtbedingungen herzustellen – fĂŒr sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Der E-Scooter sollte demnach sowohl ĂŒber ein Vorder- als auch ein RĂŒcklicht verfĂŒgen. Ein separates Bremslicht sorgt fĂŒr noch mehr Sicherheit.

Einige Hersteller bringen zusĂ€tzliche Lichtquellen an den Seiten an. Auch Reflektoren sind möglich. Achten Sie darauf, wie die Elemente gesteuert werden: Entweder sind sĂ€mtliche Leuchtquellen miteinander verbunden und erhalten ihre Energie vom Lithium-Ionen-Akku des E-Scooters oder sie mĂŒssen aufgrund des Batteriebetriebs manuell ein- und ausgeschaltet werden.

Wie lange hÀlt eine Akkuladung von E-Scootern?

Die AkkukapazitĂ€t unterscheidet sich von Modell zu Modell. Inzwischen verbauen viele Hersteller moderne Lithium-Ionen-Akkus, als Ersatz fĂŒr die Bleiakkumulatoren. Lithium-Ionen-Akkus haben mehrere Vorteile: Sie reduzieren das Gesamtgewicht des Scooters maßgeblich, sind vergleichsweise langlebig und leistungsstark. Dadurch erlangen manche E-Fahrzeuge eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern. Im unteren Bereich geht es bei circa 20 Kilometern los. Auch hier steht die Frage im Mittelpunkt, fĂŒr welche Strecke Sie den Elektro-Scooter hauptsĂ€chlich verwenden. Beachten Sie, dass sich die Anbieterinformationen zur Reichweite auf den unbeladenen Ausgangszustand beziehen. Anders formuliert: Das Gewicht und die Art der befahrenen Strecke verringern den angegebenen Wert im Schnitt um 20 bis 25 Prozent.

Wer einen zweiten Lithium-Ionen-Akku besitzt, kann es sich leisten, den Akku-Stand nicht immer im Blick zu haben. WĂ€hrend eine Batterie im Scooter ist, lĂ€dt die andere auf – so haben Sie immer einen vollen Akku parat. E-Scooter-Akkus benötigen meist viel Ladezeit, um die volle KapazitĂ€t wiederherzustellen – die Spanne reicht hier von zwei bis zu acht Stunden.

Hinweis zu fest verbauten Akkus

Nicht alle Akkus lassen sich herausnehmen. Wenn Sie mit einem Zweitakkumulator planen, mĂŒssen Sie sich daher fĂŒr einen Scooter entscheiden, bei dem die Batterie nicht fest verbaut ist. Solche Modelle sind sehr empfehlenswert, weil der Tausch eines ausgedienten Akkus ĂŒber den Hersteller in der Regel deutlich teurer ist.

Mehr Leistung fĂŒr mehr Power

Die Leistung von Elektromotoren wird in Watt ausgedrĂŒckt. Auch hier variieren die Werte je nach Modell stark. Als Mindestleistung gelten 250 Watt, doch viele Elektro-Scooter leisten bereits zwischen 350 und 500 Watt. DarĂŒber hinaus werden echte Power-Scooter mit einer Motorleistung von 1.000 Watt angeboten. Oft lesen Sie in dem Zusammenhang von einer Nenndauerleistung, welche die höchste Nutzleistung in einem Zeitraum von 30 Minuten bezeichnet.

Besonders interessant sind die Watt-Werte in Bezug auf Steigungen. Wenn Sie in einer hĂŒgeligen Region leben und mit Ihrem E-Scooter oft Anstiege meistern mĂŒssen, bietet sich ein leistungsstĂ€rkeres Modell an. Auch das Eigengewicht ist bedeutend: Je schwerer der Fahrer ist, desto mehr Leistung ist erforderlich, um den Scooter zu beschleunigen.

Praktische Extras

Nicht immer genĂŒgt die Standardausstattung, um den individuellen AnsprĂŒchen an einen E-Scooter gerecht zu werden. Wir stellen Ihnen fĂŒnf Extras vor, die den Fahrkomfort, die Sicherheit und sogar die Reichweite optimieren – vom einfachen Drahtgitter bis hin zu technischer Raffinesse. Mit diesen exemplarischen Extras erhöhen Sie den Fahrkomfort, die Sicherheit sowie die Akkuleistung des Scooters:

Nutzbremse

FĂŒr einen E-Scooter mit Nutzbremse mĂŒssen Sie tiefer in die Tasche greifen, doch die Investition zahlt sich aus. Das sogenannte „Kinetic Energy Recovery System” (KERS) wandelt die Bremsenergie in elektrische Energie fĂŒr den Akku um. Das bedeutet: Wenn Sie bremsen, lĂ€dt sich der Akku ein wenig auf.

Sitz

E-Scooter mit Sitz ermöglichen es dem Fahrer, das GefĂ€hrt nicht nur im Stehen zu benutzen. Dabei liegt die Betonung auf „nicht nur”, denn im Idealfall haben Sie die Wahl. Achten Sie auf Modelle, bei denen der Sattel abnehmbar ist, sodass Sie die TrittflĂ€che bei Bedarf auch stehend verwenden können.

Display

GĂŒnstige Scooter verfĂŒgen ĂŒber ein rudimentĂ€res Display, das die Geschwindigkeit und den Batteriestand anzeigt. Wer es ausfĂŒhrlicher wĂŒnscht, sollte sich fĂŒr ein Modell mit grĂ¶ĂŸerem Display entscheiden, das auch KilometerstĂ€nde darstellt. In jedem Fall muss das Display so beleuchtet sein, dass Sie die Werte auch nachts problemlos ablesen können.

Korb

Wen Sie Ihren Elektro-Scooter fĂŒr EinkĂ€ufe nutzen und gern auf einen Rucksack oder eine Tasche verzichten, empfiehlt sich ein Korb. Dieser meist aus Draht bestehende Korb ist entweder vorn am Lenker oder hinten ĂŒber dem Hinterrad angebracht.

Blinker

Nur selten sind Blinker Teil der Werksausstattung, doch der ADAC spricht einen klaren Appell fĂŒr die Richtungsanzeiger aus. Fakt ist, dass integrierte Blinker die Sicherheit stark erhöhen, weil Sie entsprechende Richtungsangaben nicht mit der Hand machen mĂŒssen.

Fahrt durch den Begriffsdschungel

E-Scooter mit Straßenzulassung gibt es erst seit 2019, doch vor allem aus dem urbanen Blickfeld sind Elektro-Scooter kaum mehr wegzudenken. Etliche SharingAnbieter stellen in StĂ€dten ihre Modelle an den Straßenrand und hoffen auf fahrfreudige Kundschaft. Doch vieles spricht auch dafĂŒr, einen E-Scooter zu kaufen – zumal Sie bei einer Preisspanne von rund 300 Euro bis 2.000 Euro viel Spielraum haben. Umso wichtiger ist es, eine gute Kaufentscheidung zu treffen.

Um erfolgreich ins Ziel zu fahren, ist eine BegriffsklĂ€rung wichtig, denn zum Teil werden die Bezeichnungen „E-Scooter” und „Elektro-Scooter” auch fĂŒr andere Fortbewegungsmittel genutzt. So kommen Verbraucher schnell vom Weg ab. Wir steigen mit auf und manövrieren Sie durch den Begriffsdschungel.

Verwechslungsgefahr: Elektroroller und -mobile

Außerhalb der hier thematisierten Produktgruppe lassen sich zusĂ€tzlich Elektroroller und -mobile in den StĂ€dten finden. Elektroroller bezeichnen Motorroller mit einem elektrischen Antrieb, die rein optisch den Elektro-Scootern mit Sitz Ă€hneln. Allerdings erfordern motorisierte ZweirĂ€der dieser Art je nach Höchstgeschwindigkeit eine bestimmte Zulassung oder sogar einen FĂŒhrerschein.

Die robuste Bauart von Elektro-Mobilen erinnert an Elektroroller. Sie verfĂŒgen ĂŒber drei oder vier RĂ€der und haben eine sehr niedrige Höchstgeschwindigkeit von rund sechs Kilometern pro Stunde. Elektro-Mobile dienen normalerweise als UnterstĂŒtzung fĂŒr Menschen mit einer Gehbehinderung.

Zusammengefasst

Nicht alle Anbieter achten auf die korrekten Bezeichnungen. Daher gilt: Elektro hin und her, sobald das Zweirad optisch einem Motorroller Àhnelt, handelt es sich nicht um einen Scooter, der sowohl mit als auch ohne Sattel wie ein klassischer Tretroller aussieht.

Rechtliche Hinweise

Die gute Nachricht vorweg: Um mit einem Elektro-Scooter am Straßenverkehr teilzunehmen, benötigen Sie keinen FĂŒhrerschein. Doch ein E-Scooter ist kein Spielzeug. Daher gelten vor allem im öffentlichen Raum besondere Regeln, die erst kĂŒrzlich aktualisiert wurden. Wir informieren Sie ĂŒber die aktuell geltenden Richtlinien in Deutschland (Stand: Oktober 2020).

Neue Regeln fĂŒr E-Scooter mit Straßenzulassung

Die Rechtslage hinsichtlich der Benutzung von E-Scootern außerhalb von PrivatgelĂ€nden verĂ€nderte sich am 15. Juni 2019 maßgeblich. Im rechtlichen Kontext wird von Elektrokleinstfahrzeugen gesprochen, die nur mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) oder einer Einzelbetriebserlaubnis auf der Straße fahren dĂŒrfen. Folgende Kriterien mĂŒssen unter anderem erfĂŒllt werden:

  • Scooter-Eigengewicht: maximal 55 Kilogramm
  • Niedrigste Geschwindigkeit: 6 Kilometer pro Stunde
  • Höchste Geschwindigkeit: 20 Kilometer pro Stunde
  • Motornenndauerleistung: maximal 500 Watt
  • Zwei voneinander unabhĂ€ngige Bremsen
  • Verkehrssichere Beleuchtung an Vorder- und RĂŒckseite

Das ist nur eine Auswahl der in der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung verankerten Vorschriften. TatsĂ€chlich sind die exakten Vorgaben sehr detailliert, sodass ein manuelles NachrĂŒsten zwar theoretisch möglich, aber sehr aufwendig und teuer ist.

Wo dĂŒrfen E-Scooter gefahren werden?

Wenn Sie einen E-Scooter mit Straßenzulassung besitzen, heißt das nicht, dass Sie das GefĂ€hrt nur auf der Straße fahren mĂŒssen. In erster Linie gilt: Elektro-Scooter dĂŒrfen auf Radwegen, gemeinsamen Geh- und Radwegen sowie Fahrradstraßen unterwegs sein und nur auf die Straße wechseln, wenn nichts davon vorhanden ist.

Zudem gelten die nachstehenden Regeln:

  • Hintereinanderfahren
  • Nicht freihĂ€ndig fahren
  • Nicht an Fahrzeuge anhĂ€ngen
  • Rechtsfahrgebot beachten
  • RichtungsĂ€nderungen anzeigen (Hand oder Blinker)
  • Schnellerer Radverkehr hat auf Radwegen Vorrang
  • FußgĂ€nger haben auf gemeinsamen Geh- und Radwegen Vorrang

E-Scooter parken

FĂŒr das Abstellen von Elektro-Scootern gelten dieselben Parkvorschriften wie fĂŒr FahrrĂ€der.

Versicherung und Bußgelder

Sie benötigen eine Versicherungsplakette fĂŒr Elektrokleinstfahrzeuge, wenn Sie mit dem E-Scooter auf der Straße fahren möchten. Den entsprechenden Aufkleber erhalten Sie von Ihrer Versicherungsgesellschaft. Die Kosten liegen normalerweise im niedrigen zweistelligen Bereich. Wenn Sie beim Fahren ohne Versicherungsschutz erwischt werden, mĂŒssen Sie laut Bußgeldkatalog 40 Euro zahlen.

Apropos Bußgeldkatalog: FĂŒr E-Scooter ist er ebenfalls lang und kleinteilig. VerstĂ¶ĂŸe gefĂ€hrden nicht nur Sie und andere, sondern belasten auch das Portemonnaie. Hier ein kleiner Auszug:

  • Fahren auf dem Gehweg: 55 Euro
  • Nebeneinanderfahren: 15 Euro
  • Teilnahme am Straßenverkehr ohne ABE: 70 Euro
  • FreihĂ€ndig fahren: 10 Euro
  • Vorgeschriebene Beleuchtung fehlt oder ist defekt: 20 Euro

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Elektro-Scooter nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest unterzog sieben faltbare E-Scooter mit Straßenzulassung einem Test. Im Ergebnis erhielt ein Modell das TestprĂ€dikat „gut” und ein weiteres das Urteil „befriedigend” – dabei handelt es sich um das gĂŒnstigste der Produkte im Test der Stiftung Warentest. Alle anderen Elektro-Scooter schnitten im Test der Stiftung Warentest mit „mangelhaft” ab. Zu den PrĂŒfkriterien gehörten:

  • Haltbarkeit
  • Handhabung
  • Sicherheit
  • Schadstoffe

Auch der ADAC fĂŒhrte einen E-Scooter-Test durch und ermittelte markante Unterschiede hinsichtlich der QualitĂ€t sowie Reichweite. Das Urteil des Tests des ADAC lautet: Gute Modelle sind ab einem Preis von rund 700 Euro erhĂ€ltlich. Teil des neun E-Scooter umfassenden Tests waren auch zwei hochpreisige Modelle, doch weder der Go!Mate Steap ER2 Plus noch der Light Plus des Herstellers SXT wurden Testsieger. Die beste Note im Test des ADAC (2,2) erhielt der Segway-Ninebot, der vor allem in den Bereichen Verarbeitung, Antrieb und Reichweite ĂŒberzeugte; somit wurde der Ninebot zum Testsieger ernannt. Auch zwei andere Modelle aus dem mittleren Preissegment – etwa 700 bis 900 Euro – wurden beim Elektro-Scooter-Test vom ADAC mit „gut” ausgezeichnet.

Der Elektro-Scooter-Test von CHIP nahm sieben Modelle mit Straßenzulassung unter die Lupe und verglich unter anderem folgende Aspekte:

  • Preis
  • Reichweite
  • Verarbeitung
  • Ladezeit
  • Bremsweg

Als Sieger des Tests entpuppte sich der verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig teure Egret Ten V4 mit der CHIP-Wertung 1,7 und dem Urteil „gut”, dicht gefolgt vom Metz Moover (1,8). Der Testsieger ĂŒberzeugte die Tester als Alleskönner: von der Verarbeitung ĂŒber die Ausstattung bis zum Fahrverhalten und der Reichweite von ĂŒber 40 Kilometern. AbzĂŒge im Test gab es fĂŒr den vergleichsweise langen Bremsweg, der wiederum auf das hohe Gewicht des Scooters zurĂŒckzufĂŒhren ist.