Motorradhelm Kaufberatung: So wÀhlen Sie das richtige Produkt
- Das Wichtigste in KĂŒrze
- Motorradhelme schĂŒtzen durch ihre elastische Knautschzone vor schweren Kopfverletzungen.
- Nicht alle Helme schĂŒtzen Bereiche wie Kinn, Wangen und Nacken gleichermaĂen.
- Die richtige GröĂe ist entscheidend. Der Helm darf weder zu locker sitzen noch Druckstellen verursachen.
- Nach StĂŒrzen oder fĂŒnfjĂ€hriger Verwendung sollten Sie einen neuen Helm erwerben.
- Spezielle Modelle fĂŒr BrillentrĂ€ger und solche mit Sonnenblenden erleichtern das Fahren erheblich.
- Im Helm integrierte Funktionen wie UKW-Radio, MP3-Wiedergabe, Funk oder Navigationssteuerung machen das Motorradfahren komfortabel.

Motorradhelme
Motorradfahren ist eines der schönsten Hobbys der Welt. Gerade im FrĂŒhling, wenn die ersten Sonnenstrahlen die StraĂen wĂ€rmen, krabbelt es vielen Bikern in den Fingern: Sie möchten rauf auf ihr geliebtes Zweirad und eine Tour ins Blaue machen. Viele reizvolle Strecken, wundervolle Natur und eine Reihe an SehenswĂŒrdigkeiten laden geradezu ein.
Doch das Motorradfahren zĂ€hlt zu den gefĂ€hrlicheren FreizeitbeschĂ€ftigungen: Im StraĂenverkehr sind Biker im Vergleich zu Autos weniger sicher unterwegs. Aufgrund der nicht vorhandenen Knautschzone eines Chassis enden UnfĂ€lle hĂ€ufiger mit Verletzungen. Auch werden Zweirad-Nutzer hĂ€ufig ĂŒbersehen oder ihre Geschwindigkeiten von anderen Verkehrsteilnehmern falsch eingeschĂ€tzt. Um Kopf- und WirbelsĂ€ulen-Verletzungen vorzubeugen, ist ein guter Motorradhelm essenziell. Bei einem Sturz oder Aufprall einwirkende KrĂ€fte werden von ihm in Verformungsenergie umgewandelt. Das schĂŒtzt den Kopf vor mechanischen Einwirkungen, die mitunter lebensbedrohlich sein können. Laut ADAC-Unfallforschung können Motorradhelme das Risiko, bei einem Unfall ein SchĂ€del-Hirn-Trauma zu erleiden, um 70 Prozent senken. Mithilfe dieses Vergleichs finden Sie den besten Motorradhelm.
Gesetzeslage: Helmpflicht in Deutschland
Ein Motorradhelm, seltener auch Schutzhelm oder Sturzhelm genannt, bewahrt Motorrad Fahrende vor mechanischen Einwirkungen am Kopf und im Hals- und Nackenbereich. In Kombination mit einem Overall aus Motorradjacke und -hose sind Biker ideal geschĂŒtzt.
In Deutschland ist die Rechtslage eindeutig: FĂŒr Motorradfahrer besteht seit 1976 Helmpflicht, seit 1980 wird bei Nichtbeachtung ein Verwarngeld fĂ€llig. Davon ausgenommen sind nur wenige Motorrad-Modelle, auf denen wiederum Anschnallpflicht besteht. Ein Beispiel hierfĂŒr ist das Modell BMW C1, das mit einem ĂŒberdachten Fahrersitz sowie einem Anschnallgurt daherkommt. Der Gesetzgeber hat dies wie folgt in der StraĂenverkehrsordnung verschriftlicht.

âWer KraftrĂ€der oder offene drei- oder mehrrĂ€drige Kraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von ĂŒber 20 km/h fĂŒhrt sowie auf oder in ihnen mitfĂ€hrt, muss wĂ€hrend der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen. Dies gilt nicht, wenn vorgeschriebene Sicherheitsgurte angelegt sind.â â §21a Abs.2 StVO
Die GrĂŒnde, warum eine solche Schutzkleidung sinnvoll ist, sind vielfĂ€ltig: Ab einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern können Biker Hindernissen deutlich schlechter ausweichen als etwa Autofahrer, da ruckartige Ausweichbewegungen zu StĂŒrzen fĂŒhren. Vor allem bei NĂ€sse und verschmutzter Fahrbahn erhöht sich der Bremsweg. Es besteht zudem erhöhte Sturzgefahr. Die Geschwindigkeit der ZweirĂ€der wird von anderen Verkehrsteilnehmern oftmals unterschĂ€tzt, was zu UnfĂ€llen, vor allem beim Abbiegen fĂŒhrt. AuĂerdem sind sie gefĂ€hrdet, da die vergleichsweise kleinen Maschinen sich eher im toten Winkel von PKW-RĂŒckspiegeln befinden.
Helmtyp
Egal, ob Sie Ihren ersten Helm kaufen möchten oder einen Ă€lteren ersetzen mĂŒssen: Die groĂe Auswahl aus unterschiedlichen Helmtypen fĂŒr unterschiedliche Anwendungszwecke erschwert die Entscheidung erheblich. So bestehen zwischen der Universallösung Integralhelm, einem luftigen Jethelm und einem Endurohelm fĂŒr GelĂ€ndefahrten erhebliche Unterschiede.

Integralhelm
Der Integralhelm ist das beliebteste Modell unter den Motorradhelmen. Es handelt sich um einen komplett geschlossenen Helm mit fester Kinnpartie. Die Helmart lĂ€sst aufgrund der umschlieĂenden Bauweise wenig Luft an Gesicht und Kopf. Einige Modelle verfĂŒgen aber ĂŒber gute LĂŒftungssysteme und kompensieren das Problem auf diese Weise.
Aufgrund der Kinnpartie und des verschlieĂbaren Visiers bietet er einen guten Kopf-Rundumschutz sowie einen Schutz des Hals- und Nackenbereiches im Falle eines Sturzes. Dank seiner umschlieĂenden Konstruktion bietet er besten Schutz bei minimalem Gewicht. Moderne Modelle bringen zwischen 1,2 und 1,5 Kilogramm auf die Waage.
ZusĂ€tzlich sind die meisten Integralhelm-Modelle aerodynamisch vorteilhaft geschnitten, was sich vor allem bei hohen Geschwindigkeiten als vorteilhaft erweist. Bei einem weniger aerodynamisch geschnittenen Helm muss der Fahrer viel Kraft aufwenden, um seinen Kopf im Gegenwind aufrecht zu halten, was mit der Zeit zu Nackenproblemen fĂŒhren kann.
Viele Modelle verfĂŒgen auch ĂŒber eine integrierte Sonnenblende, was das Tragen einer zusĂ€tzlichen Sonnenbrille an Schönwettertagen ĂŒberflĂŒssig macht. Ein Integralhelm mit Sonnenblende ist eine super Option fĂŒr alle, die nicht dauerhaft mit einem getönten Visier herumfahren möchten oder dazu neigen, ihre Sonnenbrille zu Hause zu vergessen.
Damit eignet sich diese Helmart universell fĂŒr alle Einsatzzwecke. Nutzer können mit ihr zur Arbeit pendeln, Kurzstrecken wie zum BĂ€cker bewĂ€ltigen oder sogar auf der Rennstrecke an den Start gehen.
Vorteile
- Eignen sich fĂŒr fast alle Einsatzzwecke
- Sind aufgrund tiefgezogener Halspartie und einer Kinnpartie besonders sicher
- Wiegen weniger als 1,5 Kilogramm
Nachteile
- FĂŒr BrillentrĂ€ger eher unkomfortabel
- Nicht alle Modelle mit ausreichender BelĂŒftung
Klapphelm
Der Klapphelm ist eine Abwandlung des Integralhelms, bei dem Nutzer das Kinnteil nach oben klappen können. Das ist besonders fĂŒr BrillentrĂ€ger praktisch. Anders als beim klassischen Integralhelm mĂŒssen Anwender die Brille nicht umstĂ€ndlich durch das Visier fĂŒhren, um sie aufzusetzen. Stattdessen können sie die Brille auflassen und den aufgeklappten Helm aufsetzen. Alternativ setzen sie die Brille anschlieĂend bei hochgeklapptem Visier auf. Auch verfĂŒgen einige Klapphelme ĂŒber spezielle BrillenkanĂ€le, Auslassungen im Innenpolster, durch die die BrillenbĂŒgel zu fĂŒhren sind.
Auch beim Tanken und Bezahlen erweist sich ein Klapphelm als komfortabel. Aus SicherheitsgrĂŒnden ist es untersagt, die Tankstelle mit aufgesetztem Helm zu betreten. Viele TankstellenpĂ€chter verfahren mit dieser Regel bei Klapphelmen etwas lockerer, da im hochgeklappten Zustand das Gesicht zu sehen und das Sprechen problemlos möglich ist. Das verringert aufseiten des Tankstellenwarts auch die Angst vor einem RaubĂŒberfall. Ein weiterer Vorteil: Steht der Biker an einer roten Ampel oder fĂ€hrt Schrittgeschwindigkeit in einem Stau, bietet es sich an, den Klapphelm zu öffnen, um etwas Luft ans Gesicht zu lassen. Auch Trinkpausen werden so deutlich einfacher.
Bauartbedingt ist es ein kleiner Nachteil, dass Helme dieser Art etwas schwerer sind als klassische Integralhelme, da der Klappmechanismus ein gewisses Eigengewicht mitbringt.
Entgegen landlÀufiger Meinungen ist dieser Helmtyp genauso sicher wie ein Integralhelm, vorausgesetzt, der Helm ist geschlossen und ordnungsgemÀà eingerastet. Nutzer können ihn ebenso universell einsetzen.
Vorteile
- Bei ordnungsgemĂ€Ăem SchlieĂen genauso sicher wie ein Integralhelm
- Klappmechanismus praktisch fĂŒr Trinkpausen oder Stopps an der Tankstelle
- Komfortableres Aufsetzen fĂŒr BrillentrĂ€ger
- Teils mit Aussparungen fĂŒr BrillenbĂŒgel
Nachteile
- Schwerer als Integralhelme
- GerÀuschdÀmmung wegen beweglicher Teile in der Regel weniger stark
Jethelm
Jethelme, auch Halbschalenhelme genannt, haben keine feste Kinnpartie. Durch ihre Hutform ist bei einem Unfall zwar der Kopf geschĂŒtzt, Kinn und Nackenpartie sind es jedoch nicht. In der Regel gibt es kein Visier und auch keine Sonnenblende. Es gibt jedoch einzelne Modelle, die eines oder sogar beide Features optional mitbringen.
Sie unterscheiden sich zudem in der âLĂ€ngeâ des Helmes, also darin, ob sie nur den Oberkopfbereich schĂŒtzen â das ist vor allem bei Halbschalenhelmen der Fall â oder auch die Wangenpartien abdecken.
Besonders im Sommer sind die luftigen Helme beliebt, da sie ein GefĂŒhl von Freiheit und Unbeschwertheit verleihen. Da sie fĂŒr gewöhnlich kein Visier besitzen, sind auch ein uneingeschrĂ€nktes Sichtfeld und eine gute Rundumsicht gegeben.
Aufgrund der geringeren Sicherheit sollten Biker sie aber eher fĂŒr kleine Fahrten in der Stadt und bei gemĂ€Ăigten Geschwindigkeiten einsetzen. Sie sind daher bei Besitzern von Cruiser-, Chopper- und Oldtimer-Maschinen sehr beliebt, aber auch bei Rollerfahrern. Der Einsatz bei hohen Geschwindigkeiten ist aufgrund des fehlenden Kinnschutzes unverantwortlich.
Vorteile
- Sehr luftige Bauweise
- Bestmögliche Rundumsicht
- Einfaches Auf- und Absetzen
- LĂ€ssiger Look
- Geringes Gewicht
Nachteile
- GröĂere Verletzungsgefahr durch fehlenden Kinnschutz
- FahrgerÀusche fast ungedÀmmt

Hybrid-Helm
Hybrid-Helme, auch Multi-Helme oder Modular-Helme genannt, sind keine einheitlich abgegrenzte und von allen Herstellern und VerkĂ€ufern unter diesem Namen gefĂŒhrte Art von Motorradhelmen. Mit einer Mischung aus verschiedenen Helmtypen und ihren jeweiligen VorzĂŒgen und Nachteilen stellen sie eher ein Nischenprodukt dar.
Es handelt sich um eine Kombinationslösung auf der Grundlage eines Jethelms, der jedoch ĂŒber ein Visier verfĂŒgt und zusĂ€tzlich ein abnehmbares Kinnteil aufweist. Ferner haben einige Modelle eine Sonnenblende integriert.
Solche Modelle eignen sich daher als Kompromiss fĂŒr Nutzer, die im Sommer gerne in der Stadt und um den Block fahren, ab und zu aber auch lĂ€ngere Strecken bewĂ€ltigen: Sie möchten die Sicherheit des Kinnteils nicht missen und entscheiden sich deshalb gegen einen reinen Jethelm. Auch der Windschutz und eine Sonnenblende sind Komfortmerkmale, auf die viele Biker nicht verzichten möchten. Die Modifizierbarkeit macht ihn universell einsetzbar. Allerdings ist ein Hybrid-Helm nicht ganz so sicher wie ein Integralhelm, da er nicht vollstĂ€ndig geschlossen werden kann.
Vorteile
- Hohe Sicherheit bei Verwendung des Kinnteils
- Einfaches, flexibles Abnehmen
- Hoher Komfort dank Visier und Sonnenblende
- Sehr luftiger Helm, vor allem im Sommer angenehm
Nachteile
- Auch geschlossen nicht so sicher wie ein Integralhelm
- Ohne Kinnteil höhere Verletzungsgefahr
- Geringe DÀmpfung der FahrgerÀusche
- Kinnteil und Mechanismus zum Einrasten bringen zusÀtzliches Gewicht mit
Cross-Helm
Der Cross-Helm ist vor allem fĂŒr Fahrten auf Motocross-Maschinen geeignet. Es handelt sich bei heutigen Cross-Helmen um Integralhelme ohne Visier, deren Kinnteile einen gröĂeren Abstand zum Kiefer aufweisen: Da Nutzer von Cross-Maschinen viel im GelĂ€nde oder auf Rennstrecken unterwegs sind, schĂŒtzt das lange Kinnteil vor Verletzungen beim Aufprall auf den Lenker.
An der Oberseite ist ein Sonnenschirm zum Schattenspenden angebracht. Dieser Schirm dient ebenfalls als Schutz gegen kleine Steine, die im GelĂ€nde umherfliegen können. Cross-Helme verfĂŒgen ĂŒber kein Visier, sondern werden in Kombination mit einer Cross-Brille getragen. Aus diesem Grund ist eine sehr gute BelĂŒftung sichergestellt. Das offene Sichtfeld bedingt, dass die GerĂ€uschentwicklung in einem solchen Helm vergleichsweise groĂ ist.
Nicht jede Cross-Brille passt in jeden Cross-Helm. Achten Sie auf die Abmessungen BrillenglĂ€ser und vergleichen Sie diese mit der Ăffnung an Ihrem Cross-Helm. Nicht passende Modelle sind glĂŒcklicherweise aber selten. Achten Sie vor allem darauf, dass sich die Brille auf Ihren Kopfumfang einstellen lĂ€sst. Neben gewöhnlichen Brillen gibt es verspiegelte Modelle.
Motocross-Bikes haben im Gegensatz zu Enduro-Maschinen keine StraĂenzulassung. Grund dafĂŒr sind höhere Motorleistungen, weniger strenge LĂ€rm- und Abgasbestimmungen und fehlende Sicherheitseinrichtungen wie Vorder- und RĂŒckbeleuchtung.
Motocross-Helme können Sie bei entsprechender Zulassung aber dennoch im StraĂenverkehr nutzen. Allerdings bedingt die hochstehende Sonnenblende, dass der Kopf bei hohen Geschwindigkeiten ab circa 60 Stundenkilometern durch den angreifenden Fahrtwind nach oben gedrĂŒckt wird. Das ist unkomfortabel, fĂŒhrt bei lĂ€ngeren Strecken zu Nackenschmerzen und kann durch die Ablenkung auch zum Sicherheitsrisiko werden.
Vorteile
- Sehr gute Rundumsicht fĂŒr Fahrten im GelĂ€nde oder auf der Rennstrecke
- Schirm schĂŒtzt vor Sonne und kleinen Steinen
- Langgezogenes Kinnteil schĂŒtzt vor Verletzungen bei Aufprall auf den Lenker
- Gute BelĂŒftung
Nachteile
- Schlechte bis gefÀhrliche Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten
- Fahrer mĂŒssen eine Cross-Brille tragen
- FahrgerÀusche nicht gedÀmpft
Enduro-Helme
Bei Enduro-Helmen handelt es sich um Integralhelme, die Cross-Helmen Ă€hneln. Anders als die Cross-Varianten sind sie aber nicht auf den Sporteinsatz, sondern auf das Touring, also das Reisen auf der StraĂe, ausgerichtet.
Im Vergleich zu Cross-Helmen haben sie einen kleineren und somit weniger windanfĂ€lligen Sonnenschutz, den Nutzer in den der Regel auch abnehmen können. AuĂerdem können sie mit einem Visier oder mit einer Cross-Brille fahren, wodurch sie den Grad der BelĂŒftung wĂ€hrend der Fahrt regulieren. Einige Modelle verfĂŒgen zusĂ€tzlich sogar ĂŒber eine Sonnenblende. Da Enduro-Helme Ăhnlichkeiten zu Cross-Helmen aufweisen, verfĂŒgen sie auch ĂŒber eine lang gezogene AuĂenschale samt Kinnschutz.
All diese Features sind bestens auf die Nutzung auf lĂ€ngeren Routen im StraĂenverkehr ausgerichtet: Die Enduro-Helme eignen sich daher fĂŒr Sporttourer und Enduro-Maschinen.
Vorteile
- Auf Touring-Nutzung ausgelegt
- Kleinerer Schirm mit Ăffnungen sorgt fĂŒr bessere Aerodynamik
- Wahl zwischen Visier und Cross-Brille
- Optionale Sonnenblende
Nachteile
- FahrgerÀusche nicht gedÀmpft
Kinderhelm
Bei der Wahl eines Motorradhelmes fĂŒr ein Kind sollten Sie beim Vergleich der einzelnen Modelle darauf achten, dass diese ein besonders geringes Gewicht aufweisen, um die weniger starke Hals- und Nackenmuskulatur nicht ĂŒber MaĂ zu beanspruchen. Damit die Helme dennoch genauso sicher sind, sollten sie genau wie die Varianten fĂŒr Erwachsene der aktuellen PrĂŒfnorm entsprechen. Mehr dazu in der Kaufberatung.
Generell dominieren in diesem Segment die Integral- und die Motocross-Varianten den Markt. Des Weiteren haben sich die Hersteller den BedĂŒrfnissen der Kleinen angepasst. So sind VerschlĂŒsse meist mit einer Doppeldrucktaste ausgestattet, die es auch weniger krĂ€ftigen KinderhĂ€nden erlaubt, den Kinnriemen selbststĂ€ndig zu öffnen und abzunehmen. Auch sind die Helme besonders robust und die Visiere extra kratzfest, da es schon mal passieren kann, dass der Kopfschutz herunterfĂ€llt.

Die Helme sind daher besonders geeignet fĂŒr junge Nutzer von Kinder-MotorrĂ€dern (auf abgesperrtem PrivatgelĂ€nde) sowie fĂŒr Kinder, die als Sozius bei einem Erwachsenen auf einem Motorrad mitfahren. Kinder unter sieben Jahren dĂŒrfen nur mitgenommen werden, wenn ein besonderer Sitz und Radverkleidungen angebracht sind, damit die FĂŒĂe nicht in die Speichen gelangen können.
Wichtig bei der Kaufentscheidung
Neben der Frage, welcher Helmtyp sich aufgrund seiner Eigenschaften fĂŒr welche Nutzungsart und welchen Motorradtyp eignet, gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren, die die Kaufentscheidung bestimmen sollten. Wir stellen die wichtigsten im Folgenden vor.
PrĂŒfnorm
Damit Ihr Helm sicher und fĂŒr den StraĂenverkehr geeignet ist, muss er eine Zulassung nach der aktuellen ECE-Norm erhalten haben. Neue Helme sind nach der neuesten Norm namens 22-05 zugelassen. Sie finden einen entsprechenden Hinweis am Kinnriemen oder am Innenfutter. In der Mitte ist ein Kreis mit einem âEâ angebracht. Beginnt die angegebene PrĂŒfnummer mit â05â, entspricht der Helm der aktuellen Norm.

Material
GrundsĂ€tzlich kann zwischen zwei verschiedenen Materialiengruppen unterschieden werden, die bei der Herstellung der AuĂenschalen von Motorradhelmen zur Anwendung kommen: den Thermoplasten und Duroplasten. Beides sind Kunststoffe, jedoch mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Thermoplaste: gĂŒnstig, aber weniger lange haltbar
Thermoplaste sind vergleichsweise leicht herzustellen und lassen sich einfach bearbeiten. Sie sind aber auch anfĂ€llig fĂŒr Ă€uĂere EinflĂŒsse und mĂŒssen daher regelmĂ€Ăig erneuert werden, etwa nach vermeintlich weniger schweren StĂŒrzen auf den Boden oder nach Erreichen einer bestimmten Lebensdauer. Generell ist es auch ohne Sturz ratsam, Helme nach fĂŒnf Jahren Nutzungszeit zu tauschen. Motorradhelme, die aus Thermoplasten gefertigt sind, haben aber auch einen entscheidenden Vorteil: Sie sind vergleichsweise gĂŒnstig.
Duroplaste: teurer, aber auch robuster
Duroplaste, beispielsweise aus Carbon oder Glasfaserverbundstoffen, sind hingegen aufwendig in der Herstellung und schwerer zu verarbeiten. Sie weisen aber eine enorme StabilitÀt auf, sodass nicht so schnell mit Abnutzungserscheinungen zu rechnen ist. Zudem weisen Helme, die mit diesen Materialien hergestellt werden, ein geringeres Gesamtgewicht auf, was wiederum den Tragekomfort erhöht. Moderne Integralhelme können ein Gewicht von unter anderthalb Kilogramm erreichen. Allerdings spiegelt sich dieser Komfort auch in einem höherem Preis wider.
Lieber keine Aufkleber auf den Helm kleben
Man sieht es des Ăfteren im StraĂenbild: Biker, die ihren Helm mit Motto-Stickern oder Souvenir-Aufklebern aus besuchten Orten beklebt haben. Empfehlenswert ist das allerdings nicht. Die im Kleber enthaltenen Lösungsmittel können die AuĂenschale angreifen und ihre StabilitĂ€t negativ beeinflussen. Das kann bei einem Unfall fatale Folgen haben. Ausnahmen bilden speziell freigegebene Aufkleber ohne Lösungsmittel. Gleiches gilt ĂŒbrigens fĂŒr das nachtrĂ€gliche Lackieren des Helmes. Zudem erlöschen dabei sĂ€mtliche GewĂ€hrleistungsansprĂŒche.
Visier
Moderne Helmvisiere bestehen aus dem Kunststoff Polycarbonat. Das Material ist schlagfest und splittert selbst bei einem Steinschlag oder einem Unfall nicht. Das Visier sollte so eingepasst sein, dass ein ausreichender Luftaustausch auch im geschlossenen Zustand gegeben ist.
Verhindern von Feuchtigkeitsbeschlag
Minderwertige Visiere neigen bei schlechtem Wetter dazu, zu beschlagen. Die schlechtere Sicht ist fĂŒr den Fahrer unangenehm bis gefĂ€hrlich. Viele Motorradhelme verfĂŒgen daher ĂŒber ein Doppelscheiben-Visier, das einem Beschlagen entgegenwirkt. Auch können spezielle Beschichtungen auf dem Visier hilfreich sein. Empfehlenswert sind ferner sogenannte Pinlock-Visiere, die mit einer separaten Scheibe samt Silikondichtung ausgestattet sind, die an der Visier-Innenseite angeordnet ist. VerfĂŒgt der Helme nicht ab Werk ĂŒber einen solchen Zusatz, kann dieser nachgerĂŒstet werden. Voraussetzung sind aber passende Haltepins an der Innenseite.
Tönungen und Spiegelungen
Gewöhnlicherweise werden durchsichtige Visiere verbaut. Es sind aber auch getönte oder verspiegelte Varianten erhĂ€ltlich, die einen Blendschutz gegen Sonneneinstrahlung bieten. Achtung: Teilweise dĂŒrfen diese nicht bei Dunkelheit benutzt werden. Nutzer, die diese Regel missachten, mĂŒssen mit einer polizeilichen Verwarnung rechnen. Bei UnfĂ€llen kann die Versicherung die Haftung verweigern.
Wie sitzt ein Motorradhelm richtig?
Ein neuer Helm in passender GröĂe knautscht den Wangenbereich zunĂ€chst zusammen und lĂ€sst Sie quasi einen Kussmund formen. Die Wangen- und Innenpolster passen sich aber schnell, bei regelmĂ€Ăigem Tragen spĂ€testens nach zwei bis drei Monaten, Ihrem Gesicht an. Zu eng darf der Helm aber auch nicht sein. Ein starker Druck im Stirnbereich ist ein Indiz dafĂŒr, dass Sie eine gröĂere GröĂe ausprobieren sollten. Aber auch zu groĂe Modelle werden schnell zum Problem: Einen neuen Helm, den Sie einfach ĂŒber den Kopf stĂŒlpen und der an keiner Stelle drĂŒckt, wird innerhalb kĂŒrzester Zeit so stark ausleiern, dass Sie ihn dann schlimmstenfalls einmal rund um den Kopf drehen können. Auch die Möglichkeit, mit einem oder zwei Fingern in den Raum zwischen Stirn und Helm oberhalb des Visiers greifen zu können, deutet auf einen zu groĂen Helm hin. Dann ist die Schutzwirkung nicht mehr garantiert, da der Helm bei einem Unfall vom Kopf rutschen kann.
Wie finde ich die passende GröĂe?
Beim Anprobieren darf der Helm anfangs etwas drĂŒcken, was kein Zeichen eines zu kleinen Modells sein muss. Man kann das Ganze mit dem Anprobieren eines Lederschuhs vergleichen, den Sie zunĂ€chst auch einlaufen mĂŒssen. Messen Sie den Kopfumfang mithilfe eines MaĂbandes an der dicksten Stelle des Kopfes, die sich ĂŒber den Ohren beziehungsweise auf Höhe der Mitte der Stirn befindet. Diese Methode garantiert aber noch keinen perfekten Sitz. Der Grund dafĂŒr sind individuelle Kopfformen und herstellerspezifische Abweichungen bei den einzelnen GröĂen. Die richtige Passform ist allerdings unverzichtbar fĂŒr Sicherheit und langen FahrspaĂ. Machen Sie daher eine Probefahrt mit dem Helm auf Ihrer eigenen Maschine. Tragen Sie vermeintlich passende Modelle mindestens zehn Minuten, um etwaige Druckstellen zu lokalisieren. Im Idealfall sollte sich der Helm um den Kopf herum fĂŒgen, ohne Druckstellen zu hinterlassen. Ein klassisches Anzeichen fĂŒr einen zu engen Helm ist ein deutlicher roter Streifen auf der Stirn nach dem Absetzen.
Die folgende Tabelle gibt Aufschluss ĂŒber die empfohlenen GröĂenangaben bei unterschiedlichen KopfumfĂ€ngen.
| Kopfumfang in Zentimetern | Empfohlene HelmgröĂe |
| 51â52 | XXS |
| 53â54 | XS |
| 55â56 | S |
| 57â58 | M |
| 59â60 | L |
| 61â62 | XL |
| 63â64 | XXL |
Das folgende Video des Anbieters fĂŒr Motorradbekleidung, -zubehör und -technik, Polo, fasst zusammen, worauf Kaufinteressenten bei der Wahl der richtigen Motorradhelm-GröĂe achten sollten.
FĂŒr Kinder gelten leicht abweichende KopfumfĂ€nge. Es muss sich dabei allerdings nicht zwingend um Helme handeln, die explizit als Kinderhelme verkauft werden. Es kommt vor allem auf den richtigen Umfang und ein möglichst geringes Eigengewicht an, da die Nackenmuskulatur der Heranwachsenden weniger Gewicht verkraftet. Die empfohlenen Kinderhelm-GröĂen fĂŒr unterschiedliche KopfumfĂ€nge entnehmen Sie der folgenden Tabelle.
| Kopfumfang in Zentimetern | Empfohlene HelmgröĂe |
| 49â50 | XXXS |
| 51â52 | XXS |
| 53â54 | XS |
| 55â56 | S |
Verschiedene Verschluss-Systeme
Beim Verschluss des Kinnriemens haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Systemen.
- Ratschenverschluss
- Klickverschluss
- Doppel-D-Verschluss
Ratschenverschluss
Beim Ratschenverschluss fĂŒhren Sie die Seite des Kinnriemens, an dem die Ratsche befestigt ist, in die Arretierung ein. Jede Stufe der Ratsche arretiert den Kinnriemen ein StĂŒck fester. Ist der Riemen zu fest oder möchten Sie den Verschluss zur GĂ€nze öffnen, ziehen Sie an dem rot markierten Band.
Klickverschluss
Beim Klickverschluss fĂŒhren Sie die Gurtzunge wie bei einem Anschnallgurt im Auto in die Arretierung ein. Namensgebend ist das akustisch vernehmbare Klicken beim Einrasten. AnschlieĂend wĂ€hlen Sie passende RiemenlĂ€nge wĂ€hlen, damit der Helm nicht verrutscht. Sie öffnen diesen Verschluss, indem Sie den rot markierten Schiebe-Mechanismus benutzen.
Doppel-D-Verschluss
Dieses System besteht aus einem Riemen auf einer und zwei Aufnahmen auf der anderen Seite. Diese zwei Aufnahmen weisen jeweils die Form des Buchstabens D auf. Sie sind daher namensstiftend fĂŒr diesen Verschluss. Viele Interessenten befĂŒrchten, dass der Verschluss kompliziert in der Anwendung sei. Doch mit ein wenig Ăbung ist die Nutzung sehr einfach. Anwender können die Riemen bei der Erstnutzung zudem auf die passende GröĂe einstellen, sodass ein erneutes Einstellen nicht mehr nötig ist.
Folgendes Video des Motorrad-ZubehörhĂ€ndlers Louis veranschaulicht die einzelnen SchlieĂsysteme noch einmal bildlich.https://www.youtube.com/embed/GdYUV5XWbvQ
Innenausstattung und Tragekomfort
Neben den bereits genannten Kaufkriterien gibt es noch eine Reihe weiterer Faktoren, die vor allem das Innenleben des Motorradhelmes betreffen und die Kaufentscheidung beeinflussen. Wir zÀhlen wichtige Extras auf.
KĂŒhlung, BelĂŒftung und Sonnenschutz
Damit es im Helm wĂ€hrend der Fahrt nicht zu warm wird, sollte ein BelĂŒftungssystem vorhanden sein, das einerseits genug Frischluft in den Helm befördert, andererseits aber auch so konstruiert ist, dass es nicht fĂŒr zusĂ€tzlichen LĂ€rm durch den Fahrtwind sorgt. Idealerweise sollte ein Wahlhebel fĂŒr die Einstellung der Luftmenge vorhanden sein. Herunterschiebbare Sonnenblenden oder Tönungen im Visier selbst ermöglichen das Fahren ohne zusĂ€tzliche Sonnenbrille.
Waschbare Innenpolster
Nach einer langen Einsatzzeit kann es in Ihrem Motorradhelm durch die dauerhafte Einwirkung von SchweiĂ zu unangenehmen GerĂŒchen kommen. Darum sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die Innenpolster im Wangen-, Stirn- und Nackenbereich herausnehm- sowie waschbar sind.
Multimediale Extras: Radio, Navi, Telefon und Funk
Möchten Sie auch auf dem Motorrad auf gewisse Extras wie Radio, die Sprachausgabe des Navigationssystems, Telefonie-Funktionen oder eine Funkverbindung zu Ihrem Sozius oder anderen Bikern in der NĂ€he nicht verzichten, gibt es einige Lösungen zum NachrĂŒsten. Diese funktionieren aber nicht immer zuverlĂ€ssig oder finden gegebenenfalls keinen optimalen Platz im Helm ohne zu drĂŒcken. Besser sind daher Helme, die einige oder alle dieser Funktionen bereits ab Werk mitbringen.
Hilfreiche Tipps nach dem Kauf
Nach dem Kauf gilt es, einige Punkte zu beachten, damit Sie lange Freude an Ihrem Kopfschutz haben. Wir klÀren die wichtigsten Fragen.
Wann muss ein Motorradhelm ersetzt werden?
Es gilt, dass Sie einen Helm nach einem Sturz oder einem Unfall direkt ersetzen sollten, da auch nicht direkt sichtbare BeschĂ€digungen die Schutzwirkung beeintrĂ€chtigen können. Ansonsten kommt es auf das bei der Herstellung verwendete Material an. Duroplaste altern weniger schnell als Thermoplaste. Helme, die eine AuĂenschale aus ersterem Kunststoff aufweisen, können bei guter Pflege eine Lebensdauer von acht Jahren erreichen. Helme aus Thermoplasten ohne eigene Lackschicht sind viel stĂ€rker EinflĂŒssen wie UV-Strahlung, Lösungsmitteln und Benzin ausgesetzt und werden daher schneller spröde. Hierauf sollten Biker RĂŒcksicht nehmen und diese Helme nach einer Nutzungszeit von fĂŒnf Jahren ersetzen. Der ADAC empfiehlt allerdings bei starker Nutzung den fĂŒnfjĂ€hrigen Tauschzyklus fĂŒr Helme aller Bauarten, da das DĂ€mmmaterial mit der Zeit nachgibt und der Helm dann nicht mehr optimal sitzt.
Muss ich nach einem Unfall einen neuen Motorradhelm kaufen?
Nur ein unbeschĂ€digter und nicht von MaterialermĂŒdung betroffener Helm kann bei einem Unfall seine ideale Schutzwirkung entfalten. Ist der Kopfschutz einmal auf den Boden gestĂŒrzt oder hat bereits einen Unfall hinter sich, sollten Nutzer ihn ersetzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass bei einem Unfall die Schutzwirkung durch die Verformungsenergie nicht mehr gegeben ist, scharfkantige GegenstĂ€nde in den Helm eindringen oder der Helm bei einem Sturz zerspringt.
Wie reinige und pflege ich meinen Motorradhelm richtig?
Zur Pflege des Helmes gehört die regelmĂ€Ăige Kontrolle des Innenfutters. Es setzt sich bei regelmĂ€Ăiger Verwendung, wodurch der sichere und straffe Sitz des Helmes beeintrĂ€chtigt werden kann. Eine regelmĂ€Ăige Nutzung kann aber auch zu GerĂŒchen fĂŒhren, die eine Reinigung des Innenfutters notwendig machen. PrĂŒfen Sie zunĂ€chst in der Gebrauchsanweisung, ob vom Hersteller vorgesehen ist, das Innenfutter herauszunehmen und zu reinigen. Futter beziehungsweise Schaumgummi dĂŒrfen dabei nicht gequetscht oder gewrungen werden, damit sie nicht ĂŒberdehnen, wodurch sie anschlieĂend nicht mehr optimal in den Helm passen wĂŒrden. Beachten Sie unbedingt die Waschanleitung. Ist das Futter ausgeleiert, mĂŒssen sie es durch ein neues ersetzen. Nach lĂ€ngeren Regenfahrten sollten Sie das Innenfutter vollstĂ€ndig trocknen lassen, um Schimmelbildung und unerwĂŒnschte GerĂŒche zu vermeiden. Trocknen Sie das Innenfutter nach Möglichkeit nicht auf der Heizung, denn das kann das Material spröde machen.
Was sollten BrillentrÀger bei Motorradhelmen beachten?
Viele BrillentrĂ€ger haben Probleme, ihre Sehhilfe mit einem Helm zu kombinieren. Es ist schwierig, die Brille durch das Visier hindurch auf- oder abzusetzen. Deshalb gibt es spezielle Helme fĂŒr BrillentrĂ€ger, bei denen Teile wie die Wangenpolster oder die Pads an der Oberseite auf die speziellen BedĂŒrfnisse von BrillentrĂ€gern RĂŒcksicht nehmen. Das ist allein noch keine Garantie fĂŒr einen bequemen und rutschfesten Sitz. Testen Sie Brille und Helm daher zusammen bei einer Probefahrt. Generell eignen sich leichte KunststoffglĂ€ser besser als Brillen aus Glas. Kunststoff splittert im Ernstfall nicht oder nicht so stark. Zudem neigt das Material weniger dazu, bei Regenwetter zu beschlagen. Zudem ist es empfehlenswert, entspiegelte GlĂ€ser zu wĂ€hlen, um störende LichteinflĂŒsse durch StraĂenlaternen und entgegenkommende Autoscheinwerfer zu vermeiden. Auf eine Sonnenbrille in SehstĂ€rke sollten BrillentrĂ€ger besser verzichten, um in der DĂ€mmerung keine Sichtprobleme zu bekommen. Viele Helme verfĂŒgen ĂŒber eine eingebaute Sonnenblende â das ist die bessere Lösung.
WeiterfĂŒhrende Testberichte
Der ADAC hat 2018 einen Motorradhelm-Test durchgefĂŒhrt. In diesem Motorradhelm-Vergleich wurden neun Modelle zwischen knapp 160 und 600 Euro getestet. Die Tester nahmen vor allem die Kriterien Gewicht, Komfort, Aerodynamik sowie aktive und passive Sicherheit unter die Lupe. Das Ergebnis: Der Shoei NXR ist der Testsieger mit der Note âgutâ (2,2). Es folgende zwei weitere âguteâ Modelle: der X-Lite X-803 Ultra Carbon (2,4) sowie der HJC RPHA 11 Carbon Lowin (2,5). Drei Modelle wurden mit der Note âbefriedigendâ bewertet: Der BMW Helm Race (2,6), der MTR S-10 Carbon (2,7) und der Shark Spartan Carbon (2,7). âAusreichendâ schnitten laut der Tester der Nishua NRX-1 Carbon und der Scorpion EXO 1400 Air (beide mit der Testnote 4,0) ab. Diese zwei Modelle werteten die Tester in der Kategorie âPassive Sicherheit und Unfallschutzâ ab. Mit der Note âmangelhaftâ durchgefallen ist das Modell NEXX X.G100 R Billy B. Der Helm versagte im Schlagtest mehrfach an einem normierten Schlagpunkt am KinnbĂŒgel. Das macht ihn nach einem Sturz und auch bei einem Unfall unsicher.
GrundsĂ€tzlich betonen die Tester, dass die Hersteller gerne beim tatsĂ€chlichen Gesamtgewicht schummeln, um sich werbetechnisch einen Vorteil gegenĂŒber der Konkurrenz zu verschaffen. Auch seien einige Modelle mit 85 Dezibel bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern noch deutlich zu laut. Die Tester kritisieren ferner, dass die Helme von X-Lite und HJC nicht regenfest seien.
Zu den bekanntesten Marken gehören:
Shoei | HJC | Schuberth | Caberg | Nolan
















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